Volumen Ve bei ECAD-Import

Nach Import eines Projektes aus ECAD in EVEBI steht das Gebäudevolumen Ve auf manuell. Manchmal stimmt der Wert mit dem Wert bei Umstellung auf Automatik überein, manchmal gibt es Abweichungen.

Im Kontextmenü steht, dass für ECAD die Einstellung Automatik nicht ratsam ist.
Warum ist das so?

Eigentlich würde ich das gerne auf Automatik stellen. Wenn ich z.B. nach Import einen Raum der Zone hinzufüge oder entferne hat das inhaltlich natürlich Einfluss auf das Volumen Ve.

Auch auf Ebene der Zone stehen die Werte auf manuell und auch im Raumkopf, so dass erst alle umgestellt werden müssen, damit sich Änderungen bis zu Ve durchziehen.

Welches Risiko besteht, wenn ich das Feld Ve auf Automatik stelle?

Hallo,
seit der Überarbeitung des Raumbuches (Version 13.8 ) sollte der Wert für Ve welcher aus E-CAD kommt, der Gleiche sein. Egal ob das Feld auf Automatik oder Manuell gestellt ist.
Es kann Abweichungen im wert geben, wenn ein Raum in E-CAD zoniert, aber aus der Auswertung genommen wurde. Denn dann ist dieser in die Zonenberechnung mit eingegangen, im Raumbuch taucht er aber nicht auf.
Der Hint am Feld Ve wird zeitnah überarbeitet.

Danke für die Antwort.

Ich beobachte jedoch auch im Falle einer kompletten Übertragung aller zonierten Räume manchmal Abweichungen.

Habe daher 3 Räume mit Satteldach angelegt und erhalte eine Differenz. Die xml-Datei habe ich der KI zur Analyse gegeben. Beide Ve-Werte sind bereits in der xml-Datei enthalten!

Hier die Antwort der KI:

Die Abweichung ist in der ECAD-XML selbst bereits vorhanden. Es werden dort zwei unterschiedliche Volumenwerte geführt, die offenbar auf unterschiedlichen Berechnungswegen beruhen.

Für das Gebäude steht in der Geometrie:

  • Grundfläche: ca. 362,065 m²

  • mittlere Geschosshöhe: 2,945 m

  • Volume="1066.459716797"1.066,46 m³

Genau dieser Wert erscheint in deinem zweiten Screenshot als Ve = 1.066,5 m³. Auch die Zone enthält nochmals Bruttovolumen="1066.459716797".

Daneben enthält ECAD beim Geschoss aber einen anderen Wert: Bruttovolumen="1139.974487305" → gerundet 1.140,0 m³. Das entspricht deinem ersten Screenshot.

Der entscheidende Punkt ist also: 1.140,0 m³ und 1.066,5 m³ stammen beide aus ECAD, aber aus unterschiedlichen XML-Feldern.

Bei der geometrischen Berechnung ergibt sich der kleinere Wert auch sehr plausibel aus der Dachform. Das Gebäude hat ein Satteldach mit 38° Neigung. Die Traufhöhe liegt laut Geometrie bei etwa 0,797 m, der First bei 5,094 m. Dadurch beträgt die mittlere Höhe des Gebäudequerschnitts ungefähr

0,797+5,094−0,7972≈2,9455 m0{,}797 + \frac{5{,}094-0{,}797}{2} \approx 2{,}9455\ \text{m}

und damit

362,065 m²×2,9455 m≈1.066,5 m³.362{,}065 \,\text{m²} \times 2{,}9455 \,\text{m} \approx 1.066{,}5 \,\text{m³}.

Das passt praktisch exakt zum XML-Wert von 1.066,46 m³.

Der Wert 1.139,97 m³ ist dagegen nicht das aus der hinterlegten Dachgeometrie resultierende Volumen. Bemerkenswert ist außerdem, dass sich die drei Raum-Bruttovolumina exakt auf diesen Wert summieren: Raum 1 und Raum 2 haben jeweils ca. 379,991 m³, Raum 3 ebenfalls ca. 379,992 m³. Zusammen:

3×379,9915≈1.139,97 m³.3 \times 379{,}9915 \approx 1.139{,}97\ \text{m³}.

Damit lässt sich die Ursache ziemlich klar eingrenzen:

Manuelle ECAD-Übernahme: vermutlich wird das Geschoss-/Raum-Bruttovolumen übernommen → 1.140,0 m³.

Automatische Berechnung anhand der importierten Gebäude-/Zonengeometrie: verwendet das geometrisch berechnete Volume bzw. Zonen-Bruttovolumen1.066,5 m³.

Die Differenz beträgt damit rund

1.139,97−1.066,46=73,51 m³,1.139{,}97-1.066{,}46=73{,}51\ \text{m³},

also etwa 6,5 %.

Für Ve würde ich hier den Wert 1.066,5 m³ als den geometrisch konsistenten Wert ansehen, weil er direkt aus Grundfläche und Satteldachgeometrie nachvollziehbar ist. Die 1.140 m³ kommen aus der Summe der Raum-/Geschoss-Bruttovolumina und beruhen in ECAD offenbar auf einer anderen Volumendefinition bzw. Berechnungslogik.

Wenn du möchtest, kann ich dir im nächsten Schritt auch genau herleiten, wie ECAD auf die 379,991 m³ je Raum bzw. die 1.139,974 m³ kommt – dann können wir feststellen, welcher zusätzliche Höhen-/Konstruktionsansatz dort verwendet wird.