Verbrauchsanpassung - Berichtausgabe!?

Hallo Zusammen!

Die Verbrauchsanpassung liefert immer noch große Verständnisprobleme…
Der Gedanke dahinter ist mir denke ich klar. Die vorgehensweise bei Evebi so wie ich es verstehe:

  1. Den gemessenen Energieverbrauch nach isfp ermitteln lassen, falls dieser nicht vorliegt. Ok…machen wir. Ich korrigiere jedoch den Verbrach an dieser Stelle absichtlich noch nicht.

1.1 Der eingetragene gemessene Energieverbrauch findet keine Verwendung. ok.

1.2 Jetzt einer meiner größten Verständnisprobleme mit Evebi… Im Bericht wird dieser jedoch ausgeben. In der Erklärung. Nicht in den Berechnungen. Die Erklärung würde so etwas sinn für den Kunden ergeben. Bitte beachten Sie auch den von Evebi nach isfp regel ermittelten Faktor! Komme darauf später zurück.

  1. Jetzt führen wir wie vorgesehen auch die Verbrauchsanpassung durch. Wir setzten Temp und oder Lüftung runter um an den gemessenen Wert zu gelangen… oder nahe ran… und quittieren ok.

2.1 Bei erneuten öffnen des Buttons „Berechnung an den gemessen Verbrauch anpassen“ sehen wir das die sache übernommen wurde. Der erechnete Energieverbrauch hat sich angepasst. Schön. ABER ist das so vernüftig abgebildet? Sollte hier nicht immer der nach Norm berechnete Verbauch stehen. Den man nicht durch anpassung ändern kann? (Durch diese mir rätselhafte Eigenschaft, kann man natürlich auch durch versehentliche mehrfach anpassung hier ganz falsche Ergebnisse erzeugen) Aber ok. Wir quitieren natürlich nicht noch einmal… wollte nur auf diese Eigenschaft eingehen.

2.2 So, was macht die Berechnung… Sie nimmt jetzt natürlich den neuen „erechneten“ Wert. Denn, für Evebi ist jetzt der gemessene Wert auch der Berechnete, da wir ja diesen angepasst haben. Ok. soweit.

2.3 Und was gibt jetzt der Bericht aus, in dem natürlich das Thema Verbrauchsanpassung (wenn nicht das wichtigste Thema überhaut was man dem Kunden vermitteln muss)…? Für mich völliger Blödsinn. Kann ich so nicht dem Kunden vermitteln.


Und ja, Ich werde jetzt mal vergleichsweise zeigen wie der Mitbewerber Hottgenroth dies löst mit angeblich denselben isfp Verbrauchanpassung-Formeln!

Im ISFP Tool des Energieberaters kann der Nutzer den Verbrauch eines jeden Sanierungsschrittes per knopfdruck anpassen. Hier wird automatisch ein „vernüftiger Faktor“ ausgewiesen. (Je älter und schlechter die Gebäudehülle…desto mehr Anpassung nach unten. Dies steht so in der Norm.)
Man siehe jetzt nochmal den Faktor von Evebi für ein grottenschlechtes Haus. Schlechter als dies im Hottgenroth Beispiel. Der berechnete Faktor von Evebi hat bei mir noch nie sinn gemacht. Stets viel zu gering. Beim Mitbewerbe stets Sinnvoll und nahe dran an der Realität. Warum ist das so?)

Diese Anpassung passt den Faktor für jeden Sanierungsschritt automatisch an die verbesserte Gebäudehülle an. Beim intensiven Lesen im Forum gestern abend, wurde vom evebi Team an andere stelle darauf verwiesen das dies am besten manuell durch eine Maßnahme (Temperatur anpassen" in jeden Sanierungschritt abgebildet werden kann.
Puh…

Ich sehe Evebi im übrigen nicht als reines Berechnungstool. Ich würde schon sehr gerne ohne massiven Aufwand einen Bericht erzeugen können mit Info die Wichtig ist. So zb die Verbrauchsanpassung.

Gibt es hierzu irgendwelch Anmerkungen? Vielen Dank.

Ich würde mich einmal an diese Frage anschließen wollen. Ich stelle das Obige auch hin und wieder fest. Hin und wieder, da die Abweichungen projektabhängig recht unterschiedlich ausfallen.

Wichtig, wenn Sie den Energiebedarf in der Software suchen, vergleichen Sie diesen nicht mit dem Primärenergiebedarf, sondern mit dem Energieeinsatz:

An dieser Stelle wird der errechneter Energiebedarf angegeben. Wenn dieser bereits an den Verbrauch angepasst wurde, dann wird an dieser Stelle der aktuelle , angepasste Bedarf nach individuellen RB angegeben. Aber Es wäre auch ohne Probleme möglich hier den Bedarf als unangeassten Wert auszugeben, wenn Ihnen das weiterhilft. Wichtig! Es handelt sich hier immer um den Bedarf ( oder angepassten Bedarf) Einen Verbrauch direkt lässt sich nicht berechnen. Um den "Ursprungszustand wieder herzustellen, können Sie die angleichbaren Parameter unterhalb einfach wieder auf automatik setzten. Dass man an dieser Stelle ganz falsche Ergebnisse erzeugen kann sehe ich nicht so. Ziel ist es den Bedarf an den Verbrauch anzupassen. Sie können hier gerne Nachjustieren. Wenn Sie im Nachhinein weitere Änderungen an der Gebäudehülle vornehmen ist eine weitere Nachjustierung sogar erforderlich. Ich würde den Abgleich immer erst dann durchführen, wenn Sie den Istzustand komplett eingegeben haben.

Um das Thema den Kunden gut zu vermitteln, kann ich folgende Kurzstudie vom Umweltbundesamt empfehlen: Realitätsnahe Berechnung des Energiebedarfs | Umweltbundesamt

Den Preboundeffekt decken wir mit dem Verbrauch-Bedarfsabgleich ab. Diesen haben wir um weitere Parameter ergänzt um den Abgleich nicht nur über den Angleich der Raumtemperatur abbilden zu müssen. In der oben genannten Studie sind diese Parameter auch beschrieben und erklärt, an welchen Stellen die Annahmen in der Norm ggf anzupassen sind.

Egal ob grottenschlechtes Haus oder nicht… In EVEBI wird das Gebäude nach DIN 18599 bilanziert und in der Gütegemeinschaft werden unsere Berechnungsergebnisse mit den anderen Softwareherstellern der Gütegemeinschaft verifiziert. Die Verbräuche werden witterungsbereingt. Under Verbrauchsfaktor sollte sich im Herstellervergleich nicht groß unterscheiden. Wichtig wäre an dieser Stelle natürlich genau das gleiche Projekt zu vergleichen. Bei meinen Projekten sind die Verbrauchsfaktoren auch stehts Sinnvoll und an der Realität. Wichtig wäre an dieser Stelle zu sagen, dass der Faktor in Abhängigkeit der Effizienzklasse stark abweichen kann. in den mittleren Effizienzklasse sollte der Bedarf nicht so weit von dem Verbrauch entfernt sein, wohingegen der Bedarf in schlechten Effizienzklassen durchaus auch um ein zweifaches höher sin kann als der tats. Verbrauch. Falls die Differenz sehr hoch sein sollte, würde ich immer meine Eingaben im Programm oder die angegebenen Verbräuche auf Plausibilität prüfen.

Nun zur Berücksichtigung des Reboundeffektes…

Auch in Evebi können Sie für die Wirtschaflichkeitsbereichnung den im ISFP Handbuch beschriebenen Verbauchsfaktor verwenden

In den Varianten wird laut Handbuch ein Verbrauchsfaktor verwendet, der den Rebound-Effekt berücksichtigen „soll“, aber dies geschieht über einfache Annahmen statt über konkrete physikalische Parameter (z. B. +x K Raumtemperatur).

  • Der Rebound wird somit nur als pauschale prozentuale Korrektur auf die Einsparung abgebildet, was je nach Gebäude und Nutzerverhalten deutlich über- oder unterschätzen kann.

Ich würde nicht die Verwendung von diesem pauschalen Verbrauchsfaktor empfehlen, sondern unsere erweiterte Methode. Wir rechnen den Bedarf der Variante mit lokalem Klima und nutzerspezifischen Randbedingungen. Es findet eine
Raumtemperaturkorrektur statt, damit er mit dem Verbrauch in Übereinstimmung kommt.
Im sanierten Zustand kann die Raumtemperatur entweder auf 20°C angehoben werden, um Rebound zu berücksichtigen. oder um ein paar Kelvin.

Und genau an dieser Stelle beginnt wieder einmal die Arbeit des Energieberaters, der Energieberaterin.

Der Rebound-Effekt über eine erhöhte Raumtemperatur lässt sich pragmatisch als „Korrekturfaktor“ auf die theoretische Einsparung abbilden: Jede Temperaturerhöhung frisst einen Teil der Einsparung wieder auf.

Grundidee in der Praxis

Typische Daumenregel: Pro 1 K höherer Raumtemperatur steigt der Heizenergiebedarf um ca. 6 % bezogen auf den vorherigen Zustand.

  • Direktes Rebound-Beispiel: Nach einem Heizungstausch wird von 20 °C auf 22 °C erhöht, ein Teil der Effizienzgewinne geht verloren, der reale Verbrauch sinkt deutlich weniger als rechnerisch erwartet oder kann sogar steigen.
  • Studien und Umweltbundesamt: Direkte Rebound-Effekte beim Heizen werden häufig im Bereich 10–30 % der theoretischen Einsparung angesetzt.

Den Rebound-Effekt über eine erhöhte Raumtemperatur abzubilden ist physikalisch nachvollziehbar und transparent, während der iSFP-Verbrauchsfaktor pauschal viele unbekannte Einflüsse bündelt und somit ungenau bleibt.