momentan befinde ich mich in der Bearbeitung eines Neubauprojektes und möchte gerne die Details nach Vorgabe der Zimmerei realisieren und den erweiterten Wärmebrückengleichwertigkeitsnachweis durchführen.
Nun ist mir aufgefallen, dass die Vorgabe seitens DIN 4108-2 eine Außendämmung der Wand mit lambda = 0,035 W/m²K vorgibt.
Nach heutigem Stand wird hier ja aber eine Holzweichfaserdämmung ausgeführt. Der Lambda-Wert bewegt sich hier ja eher zwischen 0,039-0,045.
Können somit die gesamten Details der DIN (im Bezug auf Holzbau) nicht realistisch verwendet werden? Kann das über dickere Gefachdämmung und Innendämmung kompensiert werden?
Lies mal im Beiblatt 2 der DIN 4108 nach, ob bei den für Dich relevanten Details der erreichte R-Wert der betreffenden Schicht für den Nachweis der Gleichwertigkeit herangezogen werden darf.
Das EVEBI-Modul “Wärmebrücken Pro” signalisiert Dir mit einem gelben Status für die betreffende Schicht, wenn der R-Wert passt, aber Lambda nicht.
Nach Gleichwertigkeitsnachweis für die Holzweichfaser ist ein lambda von 0,035 gefordert. Wunsch der Zimmerei wäre ein Produkt in d=60mm und lambda 0,045.
Gefachstärke ist allerdings 200mm anstelle von 100mm + eine ausgedämmte Installationsebene ist vorhanden.
Gibt es hier eine Art Kompensation oder führt kein Weg an der detaillierten Erfassung vorbei?