ich möchte einmal ausprobieren, die Community frühzeitig mit in die Planung der Umgestaltung bzw. Erweiterung des Modus “Hydraulischer Abgleich” einzubinden.
Aus diversen Vorschlägen von Kund*Innen u.A. in der Signal-Gruppe und einer Diskussion zwischen @K.Benndorf und mir sind folgende Punkte entstanden. Dabei möchte ich darauf hinweisen, dass wir an dieser Stelle noch nicht fest zusagen können, was davon wann oder überhaupt umgesetzt wird:
Stufe 1: Mehrere Heizkreise im hydraulischen Abgleich unterstützen
Heizkreise aus Projekt erzeugen automatisch hydraulischen Abgleich
Hydraulischer Abgleich hat nichts mehr mit Nutzungseinheit zu tun (in Grafik oben entfällt „Wohnung“)
„Entfernung zur Pumpe“ an Heizfläche, nicht mehr an Raum.
Im Raum werden nur die den jeweiligen Heizkreis/hydraulischen Abgleich (das ist dann gleichbedeutend) betreffenden Heizflächen angezeigt (z.B. Bad, HK1: Nur der Heizkörper; Bad, HK2: Nur die Fußbodenheizung)
Aufteilung der Leistungen automatisch (-> Iterative Berechnung muss beide/alle hydraulischen Abgleiche gleichzeitig berechnen bzw. bis zum Konvergenzkriterium wiederholen.)
Der Bericht muss eigentlich angepasst werden, da nur die gemeinsame Ausgabe davon Sinn macht. Als Vereinfachung kann man im allerersten Schritt trotzdem erfordern, dass für alle Heizkreise ein eigener Hydra-Bericht ausgegeben wird.
Stufe 2: Bericht umstellen
Deutlich mehr Übersichtlichkeit (kompakte, tabellarische Ansicht), mehrere Heizkreise in einem Bericht unterstützen, enthaltene Informationen (z.B. Heizkreise) auswählbar.
Von unserer Seite gibt es derzeit noch keine Vorlage, sobald wir einen ersten Entwurf haben, würde ich den auch nochmal zur Diskussion stellen.
Stufe 3: Einrohrheizungen unterstützen
Eigentlich sind Einrohrheizungen eigene Heizkreise, die (in der Regel) mit identischer Vorlauftemperatur angefahren werden. Dies in der Eingabe so abzubilden, ist aber eher verwirrend, da es plötzlich viele Heizkreise gibt, die wir dann in der Vorlauftemperatur in der Regel koppeln müssen. Daher erstmal ein Vorschlag, der aber noch weiter ausgearbeitet werden muss:
Heizkreis bekommt Parameter „enthält Einrohrheizung“, die dann „Bypass“ (0-100%) und „Einrohrposition“ an jeder Heizfläche im Heizkreis aktiviert (GUI-Übersicht).
Angabe der Einrohrposition durch ein Dropdown „in Reihe zu Heizfläche“ in den Detailinfos jeder Heizfläche. Hier gibts die Auswahl möglichkeiten „keine“ sowie alle anderen Heizflächen (die nicht schon hinter dieser aktuellen Heizfläche in Reihe geschaltet sind). Dadurch kann die Verkettung der Heizflächen aufgebaut werden.
Die Einrohrkreise benötigen statt „Entfernung zur Pumpe“ eigentlich eine eigene Heizkreislänge/Nennquerschnitt. Wie das hier sinnvoll und einfach eingegeben werden kann, ist mir noch etwas rätselhaft.
Alternativer Vorschlag: Im Heizkreis kann man Einrohrkreise anlegen, welche dann eine eigene Seite (ähnlich Raum) pro Einrohrkreis haben, wo man in den Räumen vorhandene Heizflächen zuordnen und in der Reihenfolge verschieben kann (Zuordnung auf Heizflächendetailseite per Dropdown „Einrohrkreis“, Reihenfolge durch Hoch/Runterschieben in der neuen Einrohrkreis-Seite) bzw. die hydraulischen Parameter einstellen kann.
Stufe 4, Ausblick für die ferne Zukunft: Varianten im hydraulischen Abgleich unterstützen
Als orthogonales Konzept zu den Varianten im Projekt bekommt der hydraulische Abgleich eigene Varianten. Eine Variante ist eine Kopie aller Heizkreise und Heizkörper und dient beispielsweise dazu, einen Heizkörpertausch vorzuschlagen.
Im Baum wird die Variante ähnlich wie jetzt die Nutzungseinheiten angezeigt.
Eine Hydraulische Abgleichvariante kann sich optional nicht nur auf den Ist-Zustand sondern auf eine Variante im Projekt beziehen. Dies bringt weitere Komplexität, da das mit der internen Datenstruktur zum Umgang mit Varianten und Heizkörpern nicht ohne weitere konzeptuelle Änderungen abbildbar ist.
Hier könnte es dann eine Erweiterung im Bericht geben, die die Heizkörpertausch zwischen Varianten eines hydraulischen Abgleichs tabellarisch ausgeben kann, indem die Zustände miteinander verglichen & die Unterschiede ausgegeben werden.
Ich/wir freuen uns über Kommentare, Anregungen, Wünsche!
Erstmal: mit den Vorschlägen könntet Ihr EVEBI deutlich aufwerten. Ich glaube, an den Rechnern warten viele auf die Umsetzung…. Meine Anmerkungen:
Stufe 1:
-Hydraul. Abgleich nicht mehr identisch mit Nutzungseinheit: bitte auf Prioliste oben. Hatte gerade erst wieder den Fall, dass ich in einem 3FH aus einem 2 Heizkreise gemacht habe und schon ist die Heizlast um 10% gesunken. Das führt zu fehlerhaften Berechnungen, wenn man nicht umständlich manuell ausgleicht.
-Im Raum nur jeweiligen Heizkreis/hyA anzeigen: Wäre nicht schlecht, wenn auch die nicht aktive Heizfläche ausgegraut mit angezeigt wird, damit man den Überblick behält.
-Aufteilung der Leistungen automatisch: ok, ich könnte mir noch zwei weitere Optionen vorstellen:
–wirtschaftl. Optimierung: möglichst viel Heizleistung der FBH zuordnen
–auf hohe Regeldynamik optimieren: möglichst viel HL dem Heizkörper zuordnen. Gerade im Bad könnte man mit der FBH eine Grundtemperierung schaffen, und wenn man kurzfristig die Temp. erhöhen will, ist eine hohe HL des Heizkörpers sinnvoll. Bei dieser Option könnte die dem HK zugeordnete HL so hoch gesetzt werden, dass dafür genau die VLT des ungünstigsten anderen Raums/Heizkörpers im Heizkreis verwendet wird. Damit bekommt man max. Leistung, ohne die VLT insges. zu erhöhen
Stufe 2:
-Ja, mehrere Heizkreise je Bericht wären sinnvoll, konsequenterweise dann auch bitte ein gemeinsames VdZ-Formular. Es ist aktuell schon peinlich, wenn man zwei separate VdZ ausfüllen muss, obwohl das Formular bis zu 3 Heizkreise vorsieht.
-Bitte nur die Heizkörper/-flächen im Bericht erscheinen lassen, die es tatsächlich gibt. Für die Kunden ist es verwirrend, wenn Räume mit HK/FBH aufgeführt werden, obwohl nicht vorhanden.
Stufe 3:
-Sind die Stufen als zeitliche Schritte der Umsetzung zu verstehen? Wenn ja, vlt. könntet Ihr bereits in einem früheren Schritt den in Bädern manchmal anzutreffenden Fall der direkten Serienschaltung von HK und FBH abdecken. Das ist letztlich ein Sonderfall von ER, aber wohl einfacher umsetzbar.
Sonst:
-Manche FBH werden über RTL geregelt. Wäre schön, wenn Ihr dafür wie für normale HK-Ventile eine Datenbank implementiert und wenn EVEBI gleich den richtigen Einstellwert ausgibt.
-Eine Möglichkeit, einen Heizkörper aus der Berechnung der erforderl. VLT herauszunehmen, wäre nicht schlecht. Manchmal sollte ein Heizkörper getauscht werden, Bauherr will aber nicht. Dafür stelle ich mir ein Häkchen für einen “Best Effort” Modus vor, bei dem dem Heizkörper max. Leistung mit der verfügbaren VLT zugeordnet wird, ohne die VLT bzw. den Volumenstrom mit zu bestimmen. Dann könnte angezeigt werden, welche Raumtemp. damit erreicht werden könnte.
-Hatte mal Wandflächenheizung mit vielen kleinen, parallel geschalteten Heizregistern, die jeweils am selben Auslass des Heizkreisverteilers hängen. Hierfür wäre eine praktikable Lösung wünschenswert.
zu 1. Eine Aufteilung von Heizkörpern und Fußbodenheizung/erwärmung wäre wirklich wünschenswert.Von mir aus im ersten Schritt automatisch. Könnte ich immer noch über die Normleistung aufteilen.
zu 3. ein wichtiges Kriterium in der Einrohrheizung ist ja die Reihenfolger der versorgten Heizkörper. Diese kann ich relativ leicht über die benötigte Vorlauftemperatur der Heizflächen ermitteln. Habe ich diese, kann ich in der Zeichnung nachvollziehen ob sie schlüssig ist. Dadurch kann ich die Länge des Heizkreises ermitteln. Wenn ich diese jetzt mit der Rohrdimension (bleibt in der Einrohrheizung i.d.R. gleich) hinterlege kann daraus der Druckverlust ermittelt werden. Also wäre ich hier beim Alternativen Vorschlag. Diesen hätte ich gerne gekoppelt mit der Eingabemöglichkeit Bypass 0-100 %. Hierdurch könnte Evebi die Leistung des Heizkörpers und deren Spreizung ermitteln. Und als Resultat die Mischtemperatur also Vorlauftemperatur des 2 ….. Heizkörpers. Das Endergebnis hätte dadurch auch die Spreizung.
zu 4. Ein Tabellarischer Ausdruck wäre wohl übersichtlicher. Wichtig wäre für mich das die Fußbodenerwärmung nicht mehr als Fußbodenheizung definiert ist. Hierdurch entsteht immer ein Ausdruck mit Heizkörpern und Fußbodenheizung. Dies macht es unübersichtlich. Auch das Kreuz , Fußbodenheizung, im VdZ Formular würde verschwinden.
Da ich einen Hydraulischen Abgleich nur rechnen kann wenn die Heizkörpergrößen zu den Räumen passen, oder die Raumtemperaturen der tatsächlichen Leistung angepasst wurden macht es für mich Sinn, eine tabellarische Anordnung zu hinterlegen. Hier könnte der vorhandene Heizkörper als erstes aufgeführt sein und der eventuell notwendige als zweites. Der Ausdruck sollte dann darauf hinweisen das er nur Gültigkeit hat wenn die evtl. erforderlichen Heizkörpervergrößerungen durchgeführt wurden.
Viele Gute Ideen!
Es wäre gut, wenn der Bericht klar erkennbar zwischen Bestandsheizkörpern die bleiben oder ausgetauscht werden und neue Heizkörpern unterscheiden könnte.
Ebenso fänd ich attraktiv, wenn man parallel mehrere Varianten (mit unterschiedlichen Heizkörperausstattungen) des hydraulischen Abgleiches parallel in einer EVEBI Datei abbilden könnte.
Ich kann die Initiative und die gemachten Vorschläge nur unterstützen und finde es gut dass damit auch eine deutliche Aufwertung des HydrA-Moduls erfolgt. Insbesondere die Arbeit mit Ist- und Sollzustand bzw. Varianten (ähnlich wie die Maßnahmenpakete beim iSFP) und gleichzeitig mehr Übersichtlichkeit würde einen klaren Mehrwert für mich liefern.
Dem schließe ich mich an! Die Prüfung der Heizflächen auf Eignung für niedrige Vorlauftemperatur ist explizit Teil von Verfahren B (§ 60c GModG, Nr. 2: „Prüfung und nötigenfalls Optimierung der Heizflächen im Hinblick auf eine möglichst niedrige Vorlauftemperatur"). Und da macht es Sinn, alternative Varianten vorzuschlagen.
Auch aus meiner Sicht, sind alle vorgeschlagenen Features eine große Bereicherung für den hydraulischen Abgleich. Gerade über die Möglichkeit der Varianten würde ich mich sehr freuen. Aber auch eine Vereinfachung bei mehreren Heizkreisen ist sehr wünschenswert.
All das wünsche ich mir, lieber heute als morgen. Für mich hätte erstmal große Priorität, dass der Ausdruck professioneller wird. Das Grün ist störend, und die graue Hinterlegung macht alles sehr schlecht lesbar. EVEBI gefällt mir erheblich besser als meine vorige Software, aber der Ausdruck ist grausig, kann man nicht anders sagen.
Ich kopiere mal aus der Signal Gruppe, damit das nicht verloren geht:
Wunsch nach Einstellbarkeit der Volumenstrombegrenzung der Heizflächen (zur noch besseren Erkennung/nem weiteren Kriterium zum Heizkörpertausch)
VDZ Empfehlung rechnet mit 80/100/120 mBar Differenzdruck am Ventil, das entspricht nicht dem gleichen Rechenweg den wir mit nah/mittel/fern gehen. Wir erreichnen aus Rohrlänge und Querschnitt einen Rohrnetzdruckverlust & nehmen da dann 1/3, 2/3 oder alles von (nah, mittel, fern). Evaluieren, ggf. sogar beide Varianten zur Möglichkeit stellen?
Mit der Einführung welche Vorlauftemperatur für den Heizkörper benötigt wird habt Ihr in meinen Augen einfach und übersichtlich deutlich gemacht welche Heizkörper zu klein sind. Besser gehts für mich nicht. Welche Kriterien fliessen in den Einzelwiderständen (50 %) mit ein. Ist da auch das Th Ventil mit enthalten ? Wahrscheinlich ja. Wenn ja mit welchen Druckverlust. Denn mit den 120 mbar vom VdZ lasse ich die Dynamischen Ventile aussen vor.
Weitere Verbesserungswünsche:
-Bei den Belägen für Flächenheizungen kann man aktuell nur aus einem vorgegebenen Katalog wählen. Hier wäre ein freies Eingabefeld wünschenswert. Der vorgegeben Katalog enthält nur Bodenbeläge. Bei Wandflächenheizungen wirft der Bericht für den hyA Fragen auf, wenn dort dann z.B. „Fußbodenbelag Laminat“ steht.
Weiter zum Bericht hyA:
-Im Bericht ist die Ausgabe zwar je Flächenheizung 2-zeilig angelegt, aber der Inhalt für den Fußbodenbelag wird einfach abgeschnitten, z.B. „Mehrschichtpark“ oder „Keramikfliesen, 6“. Auch das erzeugt Fragen von Bauherren.
-Bitte in den Kopfspalten des Berichts die Angaben verständlich ausformulieren. Da steht z.B. für Heizkörper „Länge/Gl. mm/-“. Habe gerade die Rückfrage von einem Kunden erhalten, der dachte, ich hätte den 20 gliedrigen Rippen-HK mit Länge 20 mm eingegeben.
-Bitte bei der Ausgabe sinnvoll runden. Rücklauftemp. reicht auf volle °C und Druckverlust auf volle mbar.
Danke für eure Beiträge. Ich geb mal ein Zeichen des „zur Kenntnis genommen“, gern weiter so
Für mich fühlt sich das hier bisher recht produktiv an und ich bin guter Dinge, dass das hier bessere Früchte trägt, als wenn ich/wir nur im stillen Kämmerlein uns etwas ausdenken.
Ich wiederhole nochmal den Disclaimer: Es gibt bisher keinen Termin, zu dem die Erweiterungen umgesetzt werden, es sind gerade noch andere, erstmal höher priorisierte Dinge dran. Trotzdem oder gerade deshalb ist gerade der Raum dafür gut, Gedanken einzubringen.